Kegelrollenlager
Kegelrollenlager, ein- und zweireihig
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Kegelrollenlager
Über diese Kategorie
- Belastung
- hoch radial und axial zugleich, in eine Richtung
- Anordnung
- immer paarweise, in O- oder X-Anordnung
- Einstellung
- Lagerluft bei der Montage — Mutter oder Scheiben
- Zerlegbarkeit
- Innenring mit Käfig getrennt vom Außenring
Kegelrollenlager nehmen hohe Radial- und Axialkräfte gleichzeitig auf, aber nur in einer Richtung — deshalb werden sie paarweise in O- oder X-Anordnung eingebaut. Klassische Anwendungen sind Radnaben, Spindeln, Kegelradgetriebe und alle Stellen mit konstanter, erheblicher Axialkraft.
Sie sind zerlegbar: Der Innenring mit Käfig und Rollen lässt sich vom Außenring trennen. Das erleichtert die Montage, verlangt aber das Einstellen von Lagerluft oder Vorspannung beim Zusammenbau — und genau dort entstehen die meisten Schäden.
Worauf bei der Auswahl achten
- 01Anordnung wählen: O (breite Basis, steife Führung) oder X (kürzere Basis, einfachere Montage).
- 02Festlegen, ob die Lagerstelle mit Luft oder mit Vorspannung läuft — Vorspannung erhöht Steifigkeit und Temperatur.
- 03Wärmedehnung der Welle einrechnen: zu viel Vorspannung im kalten Zustand wird im warmen zum Fressen.
- 04Innen- und Außenring sind ein werkseitig gepaarter Satz — Teile verschiedener Lager nie mischen.
Häufige Fragen
- Wie stellt man die Lagerluft bei Kegelrollenlagern ein?
- Meist über Mutter oder Passscheibenpaket: bis zum Verschwinden der Luft anziehen, dabei das Drehmoment beobachten, und dann um den vom Maschinenhersteller genannten Wert zurücknehmen. Kontrolle mit einer Messuhr an der Welle über den axialen Verschiebeweg.
- Müssen beide Lager gemeinsam getauscht werden?
- Innen- und zugehöriger Außenring gehören immer zusammen — sie werden im Werk paarweise gepaart. Das zweite Lager der Lagerstelle wird getauscht, wenn es gleich lange gelaufen ist: ein neues neben einem verschlissenen übernimmt den Großteil der Last und fällt schnell aus.
